Lektorat
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Diplomarbeit
Wissenschaftliche
Abschlussarbeit an einer Hochschule, notwendig zur
Erlangung des in Deutschland, Österreich und der Schweiz
verbreiteten Abschlusses "Diplom".
Je nach Fach und individueller Zielsetzung beschäftigt sich die
Diplomandin / der Diplomand theoretisch mit einem bestimmten Thema (z.
B. bei Diplomarbeiten in Jura, VWL oder BWL), entwickelt Entwürfe
(z. B. in Architektur, Stadtplanung) oder arbeitet experimentell und
fasst die Ergebnisse zusammen (etwa in Biologie, Chemie, Physik und oft
in den Ingenieurwissenschaften, z. B. Maschinenbau, Elektrotechnik,
Bauingenieurwesen, Informatik).
Eine Diplomarbeit ist in der Regel in einem Zeitraum von drei bis sechs
Monaten anzufertigen (auch wenn die Vorbereitungsphase oft länger
dauert) und wird von einem Professor / einer Professorin betreut und
anschließend bewertet.
Je nach Fach und Hochschule umfasst eine Diplomarbeit ca. 40 bis 160
Seiten. Bei Mindestvorgaben sollten Diplomanden darauf achten, so
genannte Seitenfüller (Wiederholungen, Allgemeinplätze,
überflüssige Grafiken) zu vermeiden. Für Diplomarbeiten
gelten bestimmte formale Voraussetzungen, insbesondere ist Wert auf
korrektes Zitieren zu legen. Bei ausgedruckten Arbeiten sollte ein
hinreichend breiter Rand für Korrekturen gelassen werden.
An manchen Fakultäten folgt im Anschluss an die Diplomarbeit eine
mündliche Verteidigung, um zu prüfen, ob der Diplomand
die Arbeit auch tatsächlich selbst erarbeitet hat.
Diplomarbeiten und Magisterarbeiten müssen im Gegensatz zu einer
Dissertation nicht in jedem Fall veröffentlicht werden. Auch muss
eine Diplomarbeit keine eigenständige wissenschaftliche
Forschungsleistung darstellen, sehr wohl aber wissenschaftliche
Kompetenz demonstrieren. Diplomarbeiten-Agenturen und spezielle Verlage
bieten die Veröffentlichung und den Verkauf von Diplomarbeiten. Ob
ein solcher Wissenstransfer zwischen Hochschulabsolventen und
Unternehmen sinnvoll ist, hängt stark vom Thema ab.
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