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2. Ich unterbreite Ihnen ein unverbindliches Angebot.
3. Sind Sie einverstanden, erteilen Sie einen
schriftlichen Auftrag.
(Das ist auch per Mail möglich; die postalische Adresse ist jedoch
in jedem Fall anzugeben.)
Grundlage für Aufträge sind
stets meine
Allgemeinen
Geschäftsbedingungen.
Geben Sie an, ob Sie beim Korrekturlesen
lediglich
Rechtschreibung
und
Grammatik prüfen lassen
wollen oder ob Sie auch an
stilistischen
Vorschlägen (Lektorat) interessiert sind.
Sie übermitteln mir Ihren Text -
per Post oder E-Mail.
Senden Sie unbedingt nur Kopien!
Längere Texte können in mehreren
Schritten bearbeitet werden.
4. Sie erhalten Ihren Text korrigiert
zurück.
Soweit nicht anders vereinbart,
werden ausgedruckte Texte mit den
üblichen
Korrekturzeichen (nach DIN)
versehen. Auf Wunsch erhalten Sie eine
Erläuterung der Korrekturzeichen.
Bei per E-Mail übersandten
Textdateien ist ein automatischer Vergleich
mit dem Original durch das Textverarbeitungsprogramm möglich.
Die Korrekturen folgen dann als Vorschläge nach den
durchgestrichenen
originalen
Textabschnitten.
Meine Qualifikation:
Extra 2: Was
ein Lektorat kann (und was nicht)
Der Ausdruck
"Lektorat" bezeichnet ursprünglich eine Abteilung in einem Verlag,
die sich mit der Auswahl und Begutachtung von Manuskripten befasst.
Angenommene
Arbeiten werden im Lektorat auf evtl. noch vorhandene
Schwachstellen überprüft und
(hoffentlich)
sinnvoll gekürzt. Das Korrekturlesen findet
entweder im Lektorat selbst
statt oder (vor allem bei größeren Verlagen) in einem eigens
dafür vorgesehenen
Korrektorat.
Heutzutage haben viele Verlage Lektorat und Korrektorat teilweise
ausgegliedert.
Dafür sprechen organisatorische und Kostengründe. Dieses
Ausgliedern (Denglish:
Outsourcen) ist eine der
Existenzgrundlagen freier Lektorate.
Freies
Lektorat
Doch freie Lektorate können noch mehr: Sie sind
nicht an ein bestimmtes
Verlagsprogramm gebunden und setzen ihre Kompetenzen auch für
Unternehmen
außerhalb des Verlagssektors und zunehmend für
Privatpersonen ein. Zu den
Firmenkunden freier Lektorate und Korrektorate gehören
Werbeagenturen ebenso wie
Industriebetriebe, die ihre technischen Anleitungen, Webseiten,
Geschäftsberichte
oder Kataloge auf Sprache und Stil überprüfen lassen.
Privatkunden fragen häufig nach dem Korrektorat oder Lektorat von
wissenschaftlichen
Manuskripten, von der Hausarbeit über die Staatsexamensarbeit,
Magisterarbeit oder
Diplomarbeit bis zur Dissertation.
Seriöse Lektorate (wie interkorrektor.de) achten auf
Rechtschreibung und stilistische
Probleme (Satzbau, Wiederholungen, Stilblüten, mangelnde Stringenz
usw.), betreiben
aber kein Ghostwriting
wissenschaftlicher Arbeiten.
Ein weiterer
wichtiger privater Kundenkreis freier Lektorate sind Autoren, die ihre
Manuskripte, vor allem Romane und Erzählungen, vor dem Einreichen
bei Verlagen
von einem Profi Korrektur
lesen (vgl. Extra 1) und / oder stilistisch bearbeiten lassen,
um ihre
Chance, gedruckt zu werden, zu erhöhen. Angesichts der Fülle
an Arbeiten
auf dem
Markt ist ein solches Vorgehen sinnvoll, auch wenn es das spätere,
verlagsinterne
Lektorat und Korrekturlesen nicht ersetzt (Verlage haben ihre jeweils
eigenen
Kriterien und setzen oft auf mehrere Korrekturgänge, denn auch ein
guter
Lektor ist
nicht unfehlbar).
Auch Texte,
die nicht für die Veröffentlichung bestimmt sind, werden von
freien
Lektoraten Korrektur gelesen, z.B. Geschäftsbriefe und
Bewerbungsunterlagen.
Die Gründe hierfür sind offensichtlich: Das Korrekturlesen
einer Bewerbung
ist heutzutage quasi ein Muss, wenn die Mühen Erfolg haben sollen.
Das
allgemeine Lektorat und Fachspezifika
Sollte ein
Lektor über Fachkenntnisse verfügen? Oder sind
Sprachgefühl,
Erfahrung und Allgemeinbildung ausschlaggebend?
Probieren wir einmal das Korrekturlesen des folgenden Satzes:
"Wenn alle Sichtl Teftl sind und alle Teftl Bichtl dann sind alle
Sichtl Wechtl."
Um zu sehen, dass hier ein Komma fehlt, muss man nicht wissen, was ein
Sichtl ist - ebenso wenig, um zu erkennen, dass der Satz in sich
logisch
nicht zwingend ist. Dagegen wird auch der intelligenteste
Bichtl-Experte den
Satz nicht erfolgreich Korrektur lesen können, wenn er die
deutsche
Zeichensetzung nicht beherrscht.
Dieses bewusst konstruierte Beispiel soll indessen keineswegs belegen,
dass Korrekturlesen ohne inhaltliches Verständnis möglich
ist. Vielmehr
sind eine gute Allgemeinbildung und viel Erfahrung, am besten auch auf
dem jeweiligen Fachgebiet, Voraussetzung eines seriösen Lektorats.
Tatsächlich gibt es Zweifelsfälle, in denen ein Korrektor
aufgrund fehlenden
Spezialwissens nicht mit Sicherheit bestimmen kann, was die angemessene
Schreibung ist. Ein seriöser Lektor nutzt hier freilich die
Möglichkeit des
Kommentierens. Andererseits kann auch ein Experte beim Korrekturlesen an
Grenzen stoßen, wenn der Autor selbst nicht so recht wusste, was
er
eigentlich sagen wollte... Schließlich gibt es viele Fälle,
in denen gerade ein
Nicht-Experte als Lektor den unverstellteren Blick für
stilistische Schwächen
oder fachchinesische Wortungetüme hat. Der beste Lektor ist wohl
derjenige,
der neben einigen Spezialthemen Erfahrung auf vielen
Fachgebieten
vorweisen kann.
Alle Rechte
beim Autor. Verwertung, auch in Auszügen, nur mit
ausdrücklicher Genehmigung.
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