Neue Rechtschreibung:
„dass“ gewinnt gegen „daß“
Traurige Nachricht
für Anhänger der alten Rechtschreibung:
Das „dass“ ist populärer als das „daß“. Das (nicht dass)
muss man zumindest
glauben, wenn man die mächtigste aller Suchmaschinen, Google,
für einen
objektiven Beobachter hält. Indessen dürfte manchen
Berufsschreiber,
insbesondere viele Journalisten, wundern, dass die Entscheidung bislang
noch
recht knapp ausfällt:
Januar 2008 meldet Google
im Spiel dass : daß den Stand
29.200.000 : 28.600.000. Da das Match naturgemäß mit offenem
Ende gespielt
wird, ist für das „daß“ an und für sich nichts
verloren; aber dass-Fans (wenn
es sie wirklich geben sollte) können frohlocken, dass die Zeit
für sie spielt.
Schließlich wächst an den Schulen eine Generation mit der
neuen Rechtschreibung
heran und wird wohl früher oder später das gute alte
„daß“ ebenso
altbacken-bräsig finden wie Ältere das „Thor“. Anhängern
der alten
Rechtschreibung können sich damit trösten, dass auch das dass
nicht vor der
Verwechslung von Personal- und Relativpronomen schützt. Dass dass
am Anfang
dieses Satzes ist nicht weniger falsch als das daß es wäre,
daß, nein, das wird
man wohl noch sagen dürfen.
Nachtrag - Eine Aktualisierung der oben genannten Zahlen erschien mir zeitweise nicht mehr möglich:
Google unterschied bei der Angabe der Trefferzahl nicht mehr zwischen dass und daß. Ein Leser machte mich freundlicherweise darauf aufmersam, dass die Differenz weiter zu ermitteln ist, indem man Strings ("dass", "daß") verwendet.
Das Ergebnis am 1.10.2010: "dass": 137.000.000 vs. "daß": 69.800.000. Das Rennen scheint entschieden.
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